Riffgestein in der Nationalpark Region

Riffgesteine der Kalkeifel

Korallen und fossile Lebensformen haben im mitteldevonischen Flachmeer vor rund 380 Millionen Kalksteinriffe entstehen lassen. Ihre fossilen Spuren erinnern an den Wellenschlag dieser „Eifeler Südsee“.

Riffgesteine der Kalkeifel

Ein großer Fossilienreichtum zeichnet die Riffgesteine der Eifeler Kalkmulden aus. In diesen Gesteinen finden sich fossile Spuren der unterschiedlichen Lebensräume des mitteldevonischen Flachmeeres, das vor rund 380 Millionen Jahren den Erdboden in diesem Teil der Nationalpark Region bedeckte.

Da die  Kalkeifel zu dieser Zeit südlich des Äquators lag, herrschte in der „Eifeler Meeresstraße ein tropisches Klima. In Kombination mit der geringen Wassertiefe bot das vielen kalkabscheidenden Organismen ein nahezu ideales Lebensumfeld. Die Vorfahren der heute noch lebenden Korallen und fossile Lebensformen wie die schwammartigen Stromatoporen haben in der Kalkeifel ausgedehnte, flache Kalksteinriffe, auch Biostrome genannt, entstehen lassen.

Daneben findet sich in der Kalkeifel auch der Rifftypus des Bioherms, der sich durch ein kräftiges Höhenwachstum und einen vergleichsweise geringe Ausdehnung auszeichnet. Die etwas tieferen Zonen des durchschnittlich 21 Grad warmen tropischen Meeres besiedelten Seelilien und muschelförmige Brachiopoden. Fossile Funde wie versteinerte Rippelmarken im Sand erinnern heute noch an den Wellenschlag dieser „Eifeler Südsee“.

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In den Steinbrüchen der Kalkeifel finden sich viele interessante und einzigartige geologische Aufschlüsse, die ein Fenster in die Erdgeschichte öffnen und eine Vielzahl fossiler Spuren der riffbildenden und riffbesiedelnden Lebenwesen des Mitteldevons aufweisen. In der Kalkeifel sind im wesentlichen Riffkalksteine aus dem älteren Abschnitt des Mitteldevons, der Eifel-Stufe, und des jüngeren Abschnitt des Mitteldevons, der Givet-Stufe, aufgeschlossen.